Touren

2016 | Elbe 2

Stendal | Havelberg |  Dömitz  | Boizenburg  | Lüneburg

Rocky Horror Picture

Hartwig hat durch seine Absage das Durchschnittsalter deutlich erhöht aber die Helden haben nach den letzten gesundheitlichen Einbrüchen wieder zur alten Form zurückgefunden obwohl durchgängiger Gegenwind ziemlich mürbe machen kann. Nächstes Mal in umgekehrter Richtung.

Freitag
Die Anreise mit dem Zug nach Stendal war unproblematisch denn die Deutsche Bundesbahn erlaubt uns auch weiterhin ein Gläschen Rotwein zum Picknick. Aus den geplanten 44 Kilometern der ersten Etappe wurden am Ende zwar 60 aber das lag ausdrücklich nicht an der schlechten Reiseplanung sondern an einer defekten Elbfähre, die uns zu einem gewaltigen Umweg zwang. 

Am Zielort Havelberg erwartete uns Hans-Jürgen Klauner, der zufällig (???) vor Ort war. Das Hotel genügte sowohl Axels Anforderungen an modernste Sanitärtechnik sowie auch den künstlerischen Ansprüchen, von Reinhard - das Arthotel war voll mit moderne Bildern und Skulpturen. Leichte Abstriche mussten wir an der Bar und beim Essen machen, insgesamt aber unbedingt zu empfehlen. www.arthotel-kiebitzberg.de


Samstag
Am nächsten Tag schlängelten wir uns fast ausschließlich auf dem Deich an der Elbe entlang. Das ist insofern nicht langweilig, weil die vorgelagerten weitläufigen Elbauen immer wieder neue Ausblicke bieten. Mittags eine leichte Kalbsleber mit leichtem Kartoffelstampf und nach 86 Kilometern waren wir relativ früh am nächsten Ziel, dem Landhaus Elbeflair in Dömitz. Bei bestem Wetter konnten wir direkt am Deich unsere Zigarren paffen, heile Welt soweit das Auge reicht. Abends hat Frau Wirtin individuell für uns Spaghetti gekocht und mit der letzten Flasche Wein und 2 Tüten Nüsse haben wir uns zum EU-Fussballspiel (Portugal/Österreich 0:0) auf Reinhards Zimmer zurückgezogen. www.landhaus-elbeflair.de

Sonntag
Weiter nach Boizenburg und damit es mit nichtfahrenden Fähren keine Probleme gibt, wollte sich Reinhard sicherheitshalber im Hotel erkundigen, erhielt vom Anrufbeantworter aber nur die niederschmetternde Auskunft, dass das Restaurant nicht geöffnet ist. Da war die Stimmung schon etwas angesäuert. Zwischendurch sicherheitshalber noch eine purinfreie Currywurst in Hitzacker, das Defilee des Schützenfestzuges und eine oberleckere Stachelbeertorte auf halber Strecke. Boizenburg kam nicht so freundlich rüber und  die Stimmung sank immer weiter, weil wir parallel auf der Suche nach einem Restaurant waren. Unser Jagdschlösschen lag idyllisch aber ausgestorben in einem kleinen Park und mit der Auskunft, etwas für uns zu kochen hat der Junior-Wirt uns sofort glücklich gemacht. Ansonsten alles ein bisschen Rocky Horror Picture. Knarrende Dielen, große Zimmer, mächtige Bronzebüsten - fehlte eigentlich nur Blitz und Donner. Der Junior Wirt verkleidete sich als Koch und hat uns tatsächlich ein leckeres Abendessen gezaubert. Espresso, Degistiv und noch ein Fläschchen aufs Zimmer, zu einem Fußballspiel, dass am Ende 0:0 ausgegangen ist - wer immer da auch gespielt hat. www.jagdschloesschen-schwartow.de

Montag
Zwischendurch in Lauenburg eine schnellen Apfelsaftschorle und bei bestem Sonnenschein von der Elbe auf die alte Salzstraße, vorbei am Schiffshebewerk nach Lüneburg. Dort sind wir etwas über das Ziel hinausgeradelt und mussten uns durch ungastliche Gewerbegebiete nach Lüneburg durchfragen. Egal, Lüneburg ist immer eine Reise wert.

Insgesamt eine schöne Tour. Nächstes Jahr gerne wieder - mit Hartwig.