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2012 | Dokotour

Los ging es mit einem Frühstück, bei dem sich die Buffeterfahrung der Gastgeber aus 987 Hotelübernachtungen in den ersten Häusern Europas widergespiegelt hat. Dass Hanna auf einer Palette Joghurt sitzen geblieben ist, war voraussehbar, macht aber nichts, weil wir ja wahrscheinlich alle in der nächsten Woche kalorienmäßig etwas kürzer treten wollen.

Die Spielorganisation war vom Ansatz her perfekt und vielfach erprobt, hätte auch klappen können, wenn an den Tischen nicht Menschen wie du und ich gesessen hätten, die es mit den Regeln nicht ganz so ernst genommen haben, zu langsam gemischt haben, nicht innerhalb von 0,5 Sekunden bedient haben und das Ergebnis nicht im Kopf mitgezählt haben. Nur so konnte es passieren, dass wir schon die erste Station mit Verspätung verlassen haben. Vielen Dank Hanna und Hans-Dieter das Frühstück war perfekt.

Dass es bis nach Klein Borstel nur ein paar Kilometer waren, kam mir entgegen. Zack die Karten raus, Daten der Spielergebnisse vom USB Stick ziehen und weiter gings. 12 Spiele, so schnell, dass Annes Backofen keine Chance hatte, die beiden Mega-Aufläufe heiß zu kriegen. Aus einem kleinen Imbiss wurde dann doch ein 7-Gänge Buffet – so oft war jedenfalls ich in der Küche.

Danach gab es schon erste Versuche, ein wohlverdientes Mittagsschläfchen einzuschieben aber ein Blick auf die Uhr zeigte, das sich der zeitliche Rückstand eher vergrößert hatte, Hölschenböhl musste unbesucht aus der Karte gestrichen werden. Vielen Dank Anne und Karl-Heinz, da habt Ihr Euch wirklich ganz viel Mühe gemacht.

Als Leckerli winkte ein schnelles Pils bei Olwin Schortmann in Riede und kurze Zeit sah es so aus, als wenn das Turnier diesmal mit Tanz sein könnte. Aber kurz vor der Damenwahl ging es dann unter einer dicken schwarzen Wolke weiter ins Gartencafé von Marlies und Rolf und, oh Wunder, ein paar Stückchen Torte passten schon wieder. Im Ranking lag Mango letztlich knapp vor Stachelbeere und außer einen Löffel Sahne, der ja dick macht, ist so richtig nichts übrig geblieben. Ein kleines Nickerchen wahr möglich, ach ja, gespielt haben wir dann auch noch und wenn Thomas nicht schon die Grillkohle angefacht hätte, wären die ersten schon bereit gewesen, den Abend hier ausklingen zu lassen. Vielen Dank Marlies und Rolf, zum Kaffeetrinken seid Ihr meine erste Wahl.

Dann ein ZickZackkurs durch Straßen, die selbst ein Bremer in dritter Generation noch nicht gefahren ist, inzwischen mit 1 Stunde Verspätung, in Clausens kuscheliges Gartenparadies, das einem nach den drei Ponderosas eher bescheiden vorkam. Größer durfte der Grill jedenfalls nicht sein, sonst hätte Grillmeister Thomas schon auf dem Nachbargrundstück sitzen müssen. Die potentiellen Gewinne vor Augen waren alle noch mal motiviert, waghalsige Soli zu riskieren, so dass die Siegerliste noch mal kräftig durchgemischt wurde. Dann endlich die leckeren Salate mit perfekt gegrillten Krakauern. Danke Lucy und Reinhard, nichts geht mehr.

Nicht zuletzt die Siegerehrung von diesem Spiel, dass Ihr Doppelkopf nennt aber außer den beiden Kreuzdamen nichts mit dem Original zu tun hat. Nach meinen Erfolgen an den ersten beiden Tischen hab ich mich zum Glück noch an meine Pflichten als Gast erinnert und hab den alten Hasen den Vortritt gelassen. So hat wieder alles seine Richtigkeit und mit meinem Nudel-Pomodoro-Gewinn bin ich super zufrieden nach Hause geradelt.

Jetzt hab ich mich ein bisschen verquatscht. Ich wollte mich eigentlich nur für die Gastfreundschaft bedanken und euch zu der Doko-Gruppe gratulieren, einem bunten Haufen aus Offiziellen und Gästen, so bunt zusammengewürfelt wie die Menschheit selbst, die sich aber alle richtig reingehängt haben, damit es insgesamt ein gelungener Tag wird. Wie wäre es denn, wenn beim nächsten mal die Gäste die Stammspieler einladen? Aber Moment, wer hat schon 4 Tische und 16 Stühle und so viel Geschirr? Bei uns könnten wir als Neuerung immerhin auf 4 Etagen spielen, das hattet Ihr wahrscheinlich noch nicht?

Der Anlass war übriges das 35-jährige Doppelkopfturnierjubiläum.

Mit dabei waren Andree, Anne, Doris, Friedrich, Gisi, Hanna, Hans-Dieter, Hetty, Jürgen, Karl-Heinz, Lydia, Marlis, Paula, Peter, Reinhard, Rolf, Ulrike; abends kamen noch Brigitte, Claudia und Jimmy dazu.