Touren

2011 | Oste/Elbe

Das wirklich wahre Leben

Das Wetter war zunächst besser als die Prognosen und mit Rückenwind waren wir rechtzeitig zum großen Hunger in Gnarrenburg. Die Wahl das Lokals war einfacher als die Wahl eines Gerichtes und mit Currywurst haben wir die Kernkompetenz das Koches wahrscheinlich am besten getroffen.
Anschließend wurden wir leider übermütig und wollten uns, allen Schildern zum Trotz, lieber vom Bauchgefühl führen lassen, was mehrfach an einem scheinbar unüberwindbaren Bahngleis endete.
Wieder auf der Hauptstrecke war es dann nur noch ein Katzensprung zur Eisdiele in Bremervörde und schwer beladen mit Spaghettieis haben wir uns dicht an der Oste nach Gräpel geschlängelt. Mit einer handbetriebenen Kettenfähre wurden wir vom Wirt persönlich über die Oste geholt.
Am Stammtische saßen schon Dittsche, Ingo und Schildkröte und haben kreuz- und querdenkend mit überraschenden Gedankensprüngen alle Probleme dieser Welt gelöst. Uns blieben noch ein paar Bierchen, Schnitzel, Aal und Bratkartoffeln.
Der Regen hatte sich die Nacht ausgesucht und morgens konnten wir wieder wie gewohnt bei Rückenwind durchstarten. Mit der erstbesten Fähre bei Brobergen wieder über die Oste, diesmal mit Motorkraft, kurz verirrt und auf wunderschöner Strecke vorbei an der Schwebefähre in Osten bis zum Labskaus nach Oberndorf. Die Kanuregatta haben wir nicht mehr abgewartet und sind irgendwann an der Elbe gelandet, mal vor und mal hinter dem Deich, selbst ein geplatzer Reifen konnte uns nicht wirklich aufgehalten. Kurz vor Freiburg dann ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie es ist, wenn der Wind statt von hinten von vorne kommt, erste Regentropfen, aber wir sind noch ohne Regenjacke in Freiburg ins Hotel geschlüpft.
Hier saßen schon wieder Dittsche und seine Kumpel. Insgesamt das gleiche Programm wie am Vortag allerdings auf etwas niedrigerem Niveau.
Der nächste Morgen erwartete uns schon mit Dauerregen, 45 Kilometer lang, immer mit Gegenwind und am Ende in Stade waren wir trotz Regenhose, Poncho und Kapputze komplett durchgeweicht und zermürbt, froh, einen früheren Moorexpress zu erwischen. Als wir einstiegen, waren sofort die Scheiben beschlagen und ungesehen haben wir uns erstmal komplett umgezogen und mit Jan Torf und Erdnüssen wiederbelebt.
Fazit: Sehr schöne Strecke, besonders mit Rückenwind. Meistens gut ausgeschildert. Zuletzt an der Elbe landschaftlich etwas langweilig.
Und nicht zuletzt möchte das Team gerne auch noch gelobt werden. Eckard, danke für die gute Vorbereitung, für das Wetter am letzten Tag konntest Du ja nun wirklich nichts. Karl, Du warst auf jeden Fall der Schnellst am Deich und mit Deinen Schuhkondomen hast Du modische Trends gesetzt. Jens, alle Achtung, als Mann mit den meistens Handicaps bist Du trotzdem gleichzeitig mit uns ans Ziel gekommen.
Super Jungs


Planung: Eckhard
Team: Jens, Karl, Eckhard, Peter
Termin: 17.6. – 19.6. 2011
Hotels: Gräpel, Freiburg