Touren

2017 | Mallorca 12

Im Glashaus

Malle ist geschrumpft. Alle Strecken, die wir sonst am Ende großzügig auf 500 Kilometer schönaddiert haben sind in diesem Jahr um einige Kilometer kürzer geworden. Erschreckend kam noch hinzu, dass Axel und ich jeden Tag unterschiedlich viele Kilometer auf dem Tacho hatten obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass ich seinen Atem jederzeit im Nacken gespürt habe. Irgendwann haben wir das Problem nicht weiter verfolgt, schließlich waren wir ja im Urlaub, trotzdem war es sportpsychologisch unglücklich, dass wir jeden Tag hinter unseren Möglichkeiten hergehechelt sind.

Erst beim Abgeben der Räder sind wir auf einen Hinweis des Veranstalters gestoßen, dass sie den Tachohersteller gewechselt haben und das diese neuen Zähler automatisch nach ein paar Minuten Stillstand in den Ruhemodus wechseln und beim Losfahren wieder per Knopfdruck aktiviert werden müssen. Das haben wir natürlich nicht gemacht, sondern den Tacho eher zufällig gestartet, als uns das leere Display auffiel. Jetzt nehmen wir also einfach wieder die Zahlen vom letzten Jahr und gut.

Unsere Winzer sind wieder angerückt und haben uns mit Kostproben aus Ihren Weinkellern versorgt. Der Humidor hat nur ein Jahr überlebt, wir müssen uns wieder im Zeitschriftenladen am Hafen mit Zigarren versorgen. Dafür haben Miriam und Pepe die Poolbar komplett mit Glaselementen bestückt, die man abends zuschieben kann. Gut, das ist vielleicht ein bisschen schicker, als die Markisen aber die Heizpilze müssen trotzdem aufgedreht werden. Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen gehört haben, will man dadurch die Hotelbar einsparen und dort den Restaurantbereich vergrößern, den man dann auch außerhalb der Saison unabhängig vom Hotel nutzen könnte.

Die Harfinistin mit ihrem toupéedierten Gatten sind aus dem Programm geflogen, aber der Danyel-Gerard-Verschnitt schafft es immer noch, seinem Keybord ein ganzes Orchester zu entlocken.

Sprechen wir noch kurz über das Wetter: Wir waren am 1. April relativ früh unterwegs und ein paar Grad mehr hätten wir gut ausgehalten. Nächstes Jahr, wenn es denn so sein soll, lieber wieder etwas später.